Der längste Abschnitt im Leben eines Tisches liegt vor der eigentlichen Arbeit. Eine Platte, die wir dieses Jahr liefern, wurde vor vier oder fünf Jahren geschnitten.
Warum das so wichtig ist
Frisch geschnittenes Holz hat 60–80 % Feuchtigkeit. In einem beheizten Haus liegt die relative Luftfeuchtigkeit bei 40–50 %, was für das Holz einen Gleichgewichtswert von rund 8–10 % bedeutet. Stellen Sie eine zu wenig getrocknete Platte in den Wohnraum, gibt sie weiter Wasser ab – sie verzieht sich, reisst, und die Verbindungen geben nach. Das ist kein Verarbeitungsfehler, das ist Physik.
Wie wir trocknen
Zuerst natürlich, an der Luft und unter Dach, mit Stapelleisten zwischen den Bohlen, damit die Luft zirkuliert: zwei bis drei Jahre, bei dicken Platten auch länger. Danach in einem Raum mit kontrollierter Feuchtigkeit, in dem wir schrittweise auf 8–10 % heruntergehen. Eile rächt sich hier: zu schnelle Trocknung erzeugt innere Risse, die erst später sichtbar werden.
Was wir messen
Jede Platte wird vor der Bearbeitung mit dem Feuchtigkeitsmessgerät geprüft und noch einmal vor der Veredelung. Nur was im Zielbereich von 8–10 % liegt, geht in die Produktion.
Und wenn der Tisch bei Ihnen steht
Massivholz bleibt lebendig: Es «atmet» mit den Jahreszeiten und verändert seine Breite zwischen Winter und Sommer um einige Millimeter. Das ist normal. Was nicht normal ist – Verziehen, Risse, die sich öffnen – kommt nur von schlecht getrocknetem Holz.