Das Wort «Holz» steht auf fast jedem Möbeletikett. In Wirklichkeit beschreibt es drei sehr unterschiedliche Dinge – mit sehr unterschiedlichen Preisen und Lebensdauern.
Massivholz
Die Platte ist aus dem Stamm geschnitten. Die Stärke, die Sie an der Kante sehen, ist durchgehend Holz. Sie lässt sich dutzende Male schleifen und neu veredeln – ein Massivholztisch kann also auch nach 50 Jahren noch gut aussehen. Er kostet am meisten, «arbeitet» leicht mit der Luftfeuchtigkeit und ist der einzige, der sich vollständig reparieren lässt.
Furnier
Eine dünne Schicht echtes Holz (0,6–3 mm), auf eine Trägerplatte aus Span oder MDF geleimt. Es sieht aus wie Massivholz und ist deutlich günstiger, aber die Schicht ist zu dünn für einen ernsthaften Neuschliff. Ein tiefer Kratzer reicht bis zum Träger und lässt sich nicht mehr kaschieren.
MDF und Spanplatte
Mit Harzen verpresste Holzfasern oder -späne, überzogen mit einer Folie in Holzoptik. Günstig, masshaltig, geeignet für Möbelkorpusse. Bei einer Tischplatte scheuert die Folie an den Kanten ab, und Feuchtigkeit, die den Kern erreicht, lässt die Platte unwiderruflich aufquellen.
So prüfen Sie im Laden
Schauen Sie auf die Kante: Bei Massivholz läuft die Zeichnung der Fläche an der Kante weiter. Schauen Sie auf die Stirnseiten: Bricht die Zeichnung abrupt in einer geraden Linie ab, ist es Furnier. Und heben Sie eine Ecke an – Massivholz ist schwer, und das Gewicht lügt nicht.