Epoxidharz ist im Internet zum Klischee geworden, mit blauen Tischen, die den Ozean nachahmen. Wir setzen es anders ein: als technische Lösung, nicht als optischen Effekt.
Seine Hauptaufgabe: Stabilisieren
Eine Platte aus einem Stück hat fast immer Risse, offene Äste oder Löcher von Insekten. Lässt man sie so, öffnen sie sich mit der Zeit. Wir sichern sie entweder mit Holzschwalben (ein schmetterlingsförmiges Stück, quer über den Riss eingelassen – die traditionelle Methode) oder mit transparentem beziehungsweise dezent eingefärbtem Harz, wenn die Fehlstelle zu unregelmässig für eine Holzverbindung ist.
Wann wir «River»-Platten machen
Wenn zwei Bohlen aus demselben Stamm schöne Naturkanten haben, legen wir sie einander gegenüber und giessen Harz dazwischen. Das Ergebnis ist eine Platte, die breiter ist, als der Stamm es erlauben würde, mit einer durchgehenden Linie in der Mitte. Das ist eine bewusste gestalterische Entscheidung, kein Kaschieren von Fehlern.
Wie beständig ist das?
Nach dem Giessen wird die Platte geschliffen und mit demselben Schutzsystem veredelt wie das Holz. Sie hält dem Alltag sehr gut stand: Teller, Gläser, tägliches Abwischen. Wie jede Oberfläche mag sie keine sehr spitzen Gegenstände, die direkt darüber gezogen werden, und keine heissen Pfannen ohne Untersetzer.
Vergilbt es?
Hochwertige Harze haben einen UV-Filter und behalten ihre Farbe. Am meisten hilft es, den Tisch nicht stundenlang in die direkte Sonne zu stellen – ein Rat, der ohnehin gilt, auch fürs Holz.