Nussbaum und Eiche sind die beiden Holzarten, die wir am häufigsten verarbeiten. Beide sind echtes Massivholz, beide halten Generationen – aber sie sehen unterschiedlich aus und verhalten sich unterschiedlich. Die Wahl hängt mehr von Ihrem Interieur ab als von der Qualität.
Eiche: Licht, Ruhe, offene Maserung
Eiche hat eine sichtbare, offene Maserung in Honig- und Beigetönen. Sie reflektiert das Licht und lässt den Raum grösser wirken – deshalb passt sie sehr gut in Wohnungen, offene Küchen und skandinavisch oder minimalistisch eingerichtete Räume. Sie ist zudem die härtere der beiden Holzarten und verzeiht den Alltag in einem Haushalt mit Kindern leichter.
Nussbaum: Tiefe, Kontrast, Charakter
Nussbaum ist dunkler, mit schokoladenfarbenen Adern und Farbverläufen, die jede Platte einzigartig machen. In einem hellen Raum wird er zum Mittelpunkt; in einem ohnehin dunklen Raum kann er zu viel sein. Er ist etwas weicher als Eiche, hat aber eine Zeichnung, die niemand nachahmen kann.
So wählen Sie in der Praxis
Schauen Sie auf den Boden und die fest eingebauten Möbel. Haben Sie helles oder weisses Holz, schafft Nussbaum den fehlenden Kontrast. Ist bereits viel dunkles Holz vorhanden, bringt Eiche Ausgleich. Und wenn Sie unschlüssig sind: Kommen Sie in den Showroom. Dort stehen beide nebeneinander, und der Unterschied ist in drei Sekunden sichtbar – viel deutlicher als auf jedem Foto.
Preislich liegt Nussbaum in der Regel 20–30 % über Eiche, weil der Stamm seltener und die Ausbeute beim Zuschnitt kleiner ist.